Admin Peter Schräpler vom TK Sulzbachtal
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Heute: Peter Schräpler
VORGESTELLT VON DORINA SCHLUPPER

 

Peter Schräpler
Von seinem wie ein Cockpit eingerichteten Arbeitsplatz steuert Peter Schräpler die Websites des Tauschrings Markgräflerland in das Internet-Zeitalter. Dass er dabei anfangs auf Widerstand stieß, ist heute schon fast Geschichte, ganz abgesehen davon, dass widrige Umstände Peter Schräpler noch nie von etwas abgehalten haben!
Wegen Absingens westlicher Schlager auf der Gitarre wurde er von der Offiziersschule verwiesen, die er nach dem Abitur in der DDR besuchte, und aus der NVA entlassen, bekam keine Studienzulassung und musste in der „Sozialistischen Produktion“ arbeiten.
Nach einer Lehre zum Industriekaufmann bekam er dann doch noch eine Zulassung zur Universität und studierte in Halle Volkswirtschaft. Anschließend war er als Wirtschaftsprüfer und später als kaufmännischer Leiter der Pianofortefabrik Sangerhausen tätig, die durch ihre Exporte auch im Westen gut bekannt war.

 


Admin Peter Schräpler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peter Schräpler. der Admin
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Im Urlaub in Ungarn lernte er 1966 seine spätere Ehefrau Rózsa kennen. Elf Jahre vor dem Mauerfall zwangen ihn die Unerträglichkeit der Lebenssituation und die berufliche Hoffnungslosigkeit, mit seiner Ehefrau und dem damals 10-jährigen Sohn Frank nach Ungarn überzusiedeln.


Leider war seine Hoffnung, von Ungarn mit einem Touristenvisum in den Westen zu gelangen, vergebens: Er bekam keine Erweiterung des Reisepasses für das "Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet". Erst drei Jahre später, 1981, strandete er dennoch mit Familie und sonst nichts im Notaufnahmelager Gießen. Von dort ging es weiter nach Rastatt. Dort war sein erstes bleibendes Erlebnis im Westen: Im Aufnahmelager Raststatt erhielt die Familie zum Frühstück ein kleines Brot und den üblichen Brotaufstrich, wie Butter, Wurstscheiben, Käse und einen Apfel. Während der Essenzubereitung in ihrem Zimmer trat der Verwalter ein und bedauerte, dass er ein ganzes Brot ausgegeben habe. Weil die ungarische Frau nach bundesdeutscher „Lesart“ nur ein „bedarfsweiser Anlehnungsfall“ sei, müsse er ein Drittel des Brotes wieder mitnehmen. Er schnitt ein Drittel ab, entschuldigte sich und verschwand. Dieser Eindruck konnte zwar die vielen positiven des künftigen Lebens nicht beschädigen, ist aber bei Peter Schräpler bis heute haften geblieben und wird täglich durch den immer mehr zunehmenden unsozialen Umgang zwischen Staat und Gesellschaft und auch innerhalb der Gesellschaft selbst bestätigt.

Weil es 1981 in der Bundesrepublik kaum Arbeitsplätze gab, nahm Peter Schräpler eine Chance in der Schweiz war. Ab 1982 wurde er Transportmanager des Express-Kurierunternehmens TNT Schweiz und später Prokurist bei der Basler Zeitung.
Im Jahr 2001 machte ihm eine schwere Krankheit [Hirntumor!] einen Strich durch die weitere berufliche Kariere. Näheres kann man auf seiner
Website erfahren, die er der von ihm praktizierten alternativen Behandlung gewidmet hat.

Die alternative Variante besteht u. a. aus der Einnahme des Medikamentes H15, dem Harz Boswellia serrata des indischen Weihrauchpräparat. Chemo und Bestrahlung kommen für ihn nicht in Frage. Peter Schräpler hat die vom Leiter der Neurochirurgischen Uniklinik Freiburg angekündigte Lebenserwartung von zwei – im allergünstigen Falle fünf Jahren – bis heute ignoriert, weil er sich, wie er sagt, u. a. für den Tauschring engagiert und auch heute im „vierzehnten Jahr“ keine Zeit für die Interpretation seiner Erkrankung aufbringen will.

 

Dank der Hilfe seines Sohnes, der Suchmaschinenoptimierer ist, gelang es, seine Website mit dem Suchbegriff H15 bei Google nach den bezahlten Werbeseiten unter 1,6 Mill. Seiten auf Platz 2 zu „hieven“.
Seinen Job verlor er nach der Erkrankung mit 58. Er wollte aber unbedingt eine andere Tätigkeit finden und überzeugte das Arbeitsamt davon, eine einjährige Ausbildung an der Multimedia-Akademie in Friedrichshafen zu unterstützen. Nur ein Jahr [und 7 Tage vom AA genehmigter Urlaub] sowie eine vom AA finanzierte Wohnung genügten ihm, aus seinem Hobby eine erfreuliche freiberufliche Tätigkeit zu entwickeln, deren bescheidene Erträge als Ergänzung der nicht üppigen Rente lebensnotwendig sind.

 

Etwa 2002 stieß er während eines Vortrags zu Heidemarie Schwermer auf den Tauschring Markgräflerland und lernte Rudi Eichenlaub kennen. Den Tauschring sah er als eine Möglichkeit, Leistungen aufgrund von Fähigkeiten zum beiderseitigen Vorteil zu tauschen. Die Familie nahm damals auch an Treffen des TK Heitersheim teil. Ihm war klar, dass eine bessere Kommunikation unter den Tauschringteilnehmer für eine flotte Entwicklung von Vorteil sein würde. Sein Vorschlag, für den Tauschring eine Website zu entwickeln und Infos auch über Mails zu verteilen, wurde von der Mehrzahl der Anwesenden in der Luft zerrissen. Er war froh, das Treffen ohne gesundheitliche Schäden wieder verlassen zu können, meinte er spaßig.

 

Es ist Rudi Eichenlaub zu verdanken, dass für den TK Heitersheim doch dieser Weg beschritten wurde, der mit der Eröffnung der Website: www.tauschring-markgraeflerland.de begann.
Keiner konnte ahnen, dass sich aus einem Tauschkreis unter diesem Dach mehr als zehn entwickeln würden. Mit Hilfe seines Sohnes begann später die Einführung eines BLOG’s, der von den TK-Leitern als Informationsportal genutzt wird und worin Kommentare und Diskussionen der Teilnehmer zu einem Artikel zulässig sind. Später wurde ein externer Anbieter zum Versenden der Rundmails des Tauschrings gesucht. Inzwischen werden die Möglichkeiten der Datenbank CYCLOS ausgiebig genutzt.

Im Januar 2009 führte er zusammen mit Jörn-Derek Gehringer die ersten Gespräche mit dem Vorarlberger Tauschring zum Thema Einführung des Open-Source-Datenbanksystems CYCLOS, das dann auch erfolgreich mit den üblichen Kinderkrankheiten Anfang Mai dieses Jahres eingeführt wurde. Inzwischen gehören dazu 11 TK und [Anfang Dez. 2009] 544 Mitglieder. Peter Schräpler erinnert immer wieder daran, dass leider mehr als ein Drittel der Mitglieder aus den verschiedensten Gründen noch nicht von der Online-Erfassung Ihrer Angebote und Gesuche partizipieren und in den Treffen darüber gesprochen werden sollte. Für das Datenbanksystem hat er gern die Haupt-Adminfunktion übernommen, die mit sehr vielen Kontakten zu den MitgliederInnen verbunden ist.

Seine Intension ist es, unsere Website im Google-Ranking weit nach vorn zu bringen. Wenn ein Tauschring gut oder besser ist, dann sollen das auch die anderen wissen! Mit den Suchbegriffen Tauschring Baden-Württemberg standen wir bei Google zumindest schon mal auf der Seite 3 und mit Tauschringe Deutschland auf der ersten Seite. Zufrieden ist er bei weitem nicht.

 

Es gibt noch viele Online-Hilfsmittel, die es umzustellen oder zu verbessern gilt. Z. Zt. beschäftigt er sich persönlich mit seiner Website über die Stadt Staufen und ihre geothermische Risse-Problematik:
Fauststadt Staufen


Dorina Schlupper

 

 


In eigener Sache
Es hat lange gedauert, hat aber nun doch ein erfreuliches Ende gefunden: Mit Unterstützung von Helga W. aus dem TK Müllheim, die ihre Kenntnisse als Germanistin einbringen konnte, ist mein eBook endlich fertig geworden. Erstaunlich, zu welchen Leistungen der Tauschring fähig ist!

Peter Schräpler
Die STASI nannte ihn „Betrüger“
Eine deutsch-ungarische Geschichte -
aus der "DDR" über Ungarn in den Westen
Herausgabe: Januar 2014

In meinem Buch versuche ich, aus der Perspektive meiner Jugend vor und nach dem Mauerbau die Indoktrination der Gänsefüßchen-„DDR“ zu schildern. Nachdem ich später wegen „Absingens westlicher Schlager auf der Gitarre“ von der Offiziersschule geflogen war, durfte ich auch nicht Pädagogik studieren, sondern "musste" als Hilfsarbeiter für den Sozialismus tätig sein. Im Urlaub in Ungarn lernte ich Rózsa, meine Ungarin, kennen. Wir heirateten und begannen gemeinsam Ferienhäuser am Plattensee zu vermitteln, obwohl das der Staat „DDR“ nur dem Staatlichen Reisebüro vorbehalten hatte. Die Zollfahndung setzte unserem Versuch einer Nebentätigkeit ein jähes Ende. Die staatliche Bevormundung ließ eine sinnvolle Zukunftsplanung in weite Ferne zu rücken. Wir logen - leider erst viele Jahre zu spät - deshalb den Behörden erfolgreich vor, die Schwiegermutter in Ungarn sei sterbenskrank, und wir müssten in das „sozialistische Bruderland“ umziehen, damit Rózsa sie unterstützen könne. Die Hoffnung, von Ungarn aus legal mit einem Visum ins westliche Ausland zu gelangen, schlug fehl. Erst nach drei Jahren konnten wir uns auch von den langen Krakenarmen der STASI befreien, um in der Bundesrepublik festzustellen, dass sie bereits wusste, wo wir wohnen. Ideenreich und eigentlich zu meiner Freude nannte mich die STASI auf unseren Aktenordnern „Betrüger“. An unserem Erlebten und der Schadenfreude darüber, die STASI betrogen zu haben, möchte ich die Leser gern teilhaben lassen.

https://www.epubli.de/shop/buch/33946#beschreibung


Wenn sich jetzt noch jemand findet, der es liest, könnten sich finanzieller und zeitlicher Aufwand auch gelohnt haben. Ich würde mich über Kritiken sehr freuen, die hier auf meinem Ungarn-BLOG platziert werden können.